Finanzielle Freiheit beginnt lange vor der ersten Million

Was bedeutet eigentlich finanzielle Freiheit?
Darüber gibt es unzählige Meinungen. Für viele beginnt sie erst dann, wenn man von den Erträgen seines Vermögens leben kann und nicht mehr arbeiten muss. Diese Definition ist nicht falsch – aber sie greift meiner Meinung nach zu kurz.

In diesem Artikel möchte ich dir eine andere Sichtweise zeigen. Eine, die näher an der Realität ist. Und vor allem eine, die Mut macht.

Die große Illusion vom „Nie-mehr-arbeiten“

Oft gehen wir davon aus, dass finanzielle Freiheit bedeutet, so viel Geld zu besitzen, dass wir nie wieder arbeiten müssen. Doch stellen wir uns diese Frage wirklich ehrlich?
Was würden wir mit all der gewonnenen Zeit anfangen? Welche Ziele hätten wir noch? Welche Aufgabe würde uns morgens antreiben?

Ich bin überzeugt: Arbeit ist nicht nur Mittel zum Geldverdienen. Sie gibt Struktur, Sinn und oft auch Identität. Wenn wir mit 40 oder 45 plötzlich keine Aufgabe mehr hätten, würde uns etwas sehr Wertvolles fehlen.

Was uns wirklich Sorgen macht

Wenn wir an Geld denken, dann denken wir selten an Luxus.
Wir denken an ganz andere Dinge:

  • Können wir unsere Rechnungen bezahlen?

  • Was passiert, wenn das Einkommen plötzlich wegfällt?

  • Können wir uns noch Urlaub leisten?

  • Müssen wir Abstriche machen, die wir nicht wollen?

Gleichzeitig vergleichen wir uns immer stärker mit anderen. Vor allem über Social Media wird uns täglich gezeigt, wie ein „erfolgreiches“ Leben angeblich aussehen muss: teure Reisen, schöne Autos, perfekte Häuser. Dabei verlieren wir oft den Blick für das, was uns persönlich Sicherheit und Zufriedenheit gibt.

Ein anderes Bild von finanzieller Freiheit

Stell dir folgende Situation vor:
Du arbeitest ganz normal. Du hast kein Luxusleben. Aber du hast ein Vermögen aufgebaut, das dir Sicherheit gibt.

Wenn dein Unternehmen morgen insolvent geht, gerätst du nicht sofort in Panik. Du kannst deine laufenden Kosten weiterhin bezahlen. Vielleicht kannst du dir sogar weiterhin einen Urlaub leisten. Du weißt: Es ist nicht für immer – aber du hast Zeit.

Zeit, dir etwas Neues zu suchen.
Zeit, nicht jede Stelle annehmen zu müssen.
Zeit, selbst zu entscheiden.

Und genau das ist für mich finanzielle Freiheit.

Dafür brauchst du keine Millionen

Viele glauben, dass man dafür Millionär sein muss. Das stimmt nicht.

Ein einfaches Beispiel:
Angenommen, du hast ein Vermögen von 400.000 Euro und erzielst langfristig eine Rendite von etwa 7 % – was bei einem breit gestreuten ETF wie dem MSCI World realistisch ist.

Dann könntest du rund 2.300 Euro pro Monat entnehmen, ohne dass dein Vermögen langfristig schrumpft. Sobald du wieder arbeitest, kannst du weiter investieren und dein Vermögen sogar ausbauen.

Hinzu kommt: Du stehst nicht bei null. In den meisten Fällen gibt es Arbeitslosengeld oder Übergangslösungen. Allein das Wissen, dass du deine Miete zahlen kannst, ist für viele Menschen bereits ein enormes Gefühl von Freiheit.

Und wir sind noch weit entfernt von einer Million.

Mein Appell an dich

Denk bei finanzieller Freiheit nicht sofort an Rente oder daran, komplett aufzuhören zu arbeiten.
Du hast noch so viel Zeit, so viele Möglichkeiten und so viele Ziele vor dir.

Setz dir Etappen. Bau Sicherheit auf.
Denn nicht das „Ankommen“ macht uns zufrieden – sondern der Weg dorthin.

Und genau dabei begleite ich Menschen:
nicht beim schnellen Reichwerden, sondern beim aufgebauten Gefühl von Kontrolle, Sicherheit und Freiheit.

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Warum eine klare Kontenstruktur dein finanzielles Leben verändern kann